"Die Schule soll allmählich in der Werkstatt aufgehen", das war einer der Leitsätze am Weimarer Bauhaus, wo Künstler und Handwerker gemeinsam in Lehre und Produktion zusammenarbeiteten. Dieses gemeinsame Wirken erzeugte keine Trennung mehr zwischen freier und angewandter Kunst.
Im Jahre 1919 begann das Bauhaus mit der Formulierung einer Zukunftsvision: Der "Bau der Zukunft" sollte alle Künste in idealer Einheit verbinden. Für diese Vision brauchte es einen neuen Typus von Künstlers, jenseits akademischer Spezialisierung, dessen Erziehung am Bauhaus angestrebt wurde. Bauhaus Gründer Walter Gropius sah den Weg zu diesem Ziel in neuen pädagogischen Methoden und im Handwerk als Voraussetzung jeder Kunst.
Die Realität holte die Meister des Bauhaus schnell ein und so war man 1923 gezwungen mit einem geänderten Leitsatz: "Kunst und Technik - eine neue Einheit" weiterzuarbeiten. Es sollte jetzt auch die Möglichkeiten der Industrie für das Ziel einer funktional und ästhetisch befriedigenden Gestaltung eingesetzt werden. In den Bauhauswerkstätten entstanden Vorbilder, die für die Massenproduktion bestimmt waren: von der Lampe über Möbel bis zum Wohnhaus.
Die Meister des Bauhaus waren Josef Albers, Hinnerk Scheper, Georg Muche, László Moholy-Nagy, Herbert Bayer, Joost Schmidt, Walter Gropius, Marcel Breuer, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Lyonel Feininger, Gunta Stölzl und Oskar Schlemmer.
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